Ich beziehe mich auf den Bericht über einen "krebserregenden Inhaltsstoff in Kondomen" in Ihrer Sendung vom Freitag, den 21. August 1998
Was ich da gehört und gesehen habe, hat mich zuerst stutzig, dann traurig und schließlich innerlich sehr betroffen gemacht. Ist das alles, was wir den Jugendlichen zu bieten haben? Wenn der Bericht aufrütteln sollte, so ist das in meinem Fall gelungen. Gratuliere!
Es war die Rede von irgendeinem krebserregenden Stoff im Material der Kondome, die von unseren, wie ich meine, oft unkompetenten Aufklärern, vom Ministerium abwärts, über Jahre hinweg als bester Schutz angepriesen wurden und werden. Toll! Jetzt kann man sich aussuchen, ob man lieber ohne Kondom an AIDS oder mit Kondom an Krebs erkranken möchte. Dabei ist aber hinreichend bekannt, daß das Kondom auch nicht 100 prozentig vor AIDS zu schützen vermag. Eine der abschließenden Bemerkungen im Bericht klingt gar wie ein verstecktes Angebot im Doppelpack. Indem der Sprecher trotz Bekanntwerden eines immerhin krebserregenden Stoffes in Kondomen (Andere Produkte wurden unter ähnlichen Umständen schon vom Markt genommen!!!) nicht strikt von deren weiterem Gebrauch abrät, stellt er indirekt beides in Ausicht: Aids und Krebs, das ist doch der supercoole Überhit.
Daß der "Freie Sex" im großen Stil, der hier vehement verteidigt wird, bis jetzt noch keiner Großkultur in der Geschichte gut getan hat, ist bis zu diesen "Aufklärern" anscheinend noch nicht vorgedrungen. Die Aussage, daß die Geschichte zwar der beste Lehrmeister ist, leider aber keine Zuhörer findet, bewahrheitet sich offensichtlich wieder einmal.
Was mich gestört hat war die Tatsache, daß einmal mehr die Gelegenheit verabsäumt wurde, einen vernünftigen Aufruf für wirklich ungetrübten und verantwortungsvollen Sex zu starten - einen Aufruf zur Enthaltsamkeit vor der Ehe und zur Treue in der Ehe.
Hier stimme ich mit dem auf Infektionskrankheiten spezialisierten Universitätsprofessor Robert C. Noble (Universität von Lexington, Kentucky USA) vollkommen überein, wenn er sagt: "...Keiner ergreift Partei für Jungfräulichkeit, Enthaltsamkeit oder ein Sexualleben mit einem einzigen gesunden und treuen Partner für das ganze Leben. Das wäre ja langweilig. Aber es sind wirkungsvolle Vorsichtsmaßnahmen - die EINZIGEN, die wirklich helfen. Also werde ich meinen Töchtern erzählen, daß Geschlechtsverkehr gefährlich ist und Kondome nur eine trügerische Sicherheit bieten. Die Gefahr VERRINGERN ist nicht dasselbe wie sie ausschließen. Meine Überzeugung widerspricht allen Aussagen der Medien, die meine Kinder aufnehmen. ...... Es gibt keinen sicheren Sex. Jugendliche mit Kondomen gegen Aids auszurüsten ist gerade so, als wenn man sie gegen einen Flächenbrand mit Wasserpistolen ausrüsten wollte. Kondome sind dem Problem einfach nicht angemessen. Wir sollten aufhören, uns etwas vorzumachen."
In jedem Studium und in jeder Berufsausbildung wird den Interessenten viel an Konsequenz, Arbeit und Durchhaltevermögen, aber auch an Geduld abverlangt. Wer diese Kriterien nicht erfüllt, erreicht sein Berufsziel nicht.
Die Vorbereitung auf eine der allerwichtigsten Dinge im Leben - die FAMILIE - kennt diese "Tugenden" leider nicht. Das Schlimme ist aber, daß unsere Jugend auf diese Werte von offizieller Seite nicht einmal hingewiesen wird. Im Gegenteil, sie werden totgeschwiegen. Dafür werden möglicherweise totbringende Methoden mit viel Steuergeld angepriesen.
Ich finde es mutig von der Willkommen Österreich Redaktion diesen Bericht über einen krebserregenden Inhaltsstoff in Kondomen überhaupt zu veröffentlichen. In den Nachrichtensendungen "Wien heute" oder der "Zeit im Bild" wurde diese Tatsache bis Dato in, wie ich meine, verantwortungsloser Weise überhaupt verschwiegen.
Vielleicht gibt es bei Ihnen auch einmal einen Bericht darüber, welche Qualifikationen ein junger Mann und eine junge Frau zuerst erwerben sollten, um ein tragbares Fundament für die Gründung einer harmonischen und beständigen Familie zu haben. Was können wir jungen Menschen in die Ehe mitgeben, damit sie auch für schwierige Zeiten der Versuchung gewappnet sind?
Einige Anregungen dazu könnten Sie sicherlich auch auf einer der zahlreichen Internet-Seiten zu diesem Thema finden, beispielsweise unter:
http://www.purelove.org/
http://www.euro-tongil.org/carp/hp/pla/rally/ereport.htm
Mit freundlichen Grüßen
Johann Stampf