Um Gefühl, Verstand und Willen zu entwickeln und auszubilden ist es vorteilhaft, drei wesentliche Punkte zu beachten.1. Man sollte sich jeden einzelnen der drei Bereiche gesondert bewußt machen und durch lernen, durch knüpfen und aufrechterhalten von Beziehungen, durch das Übernehmen von kreativen, verantwortungsvollen Aufgaben und Ähnlichem, konkret ausbilden.
2. Verstand, Gefühl und Wille sind darüber hinaus als schöpferische Einheit zu sehen, in der jeder der drei sowohl eine Mitgestaltungs- als auch Vetokompetenz wahrzunehmen hat
3. Erfolg kommt dann, wenn die Ausrichtung auf die gemeinsame höhere Instanz (Zweck, Motiv, Absicht, Projekt...) an oberster Stelle steht.
Man kann das, technisch gesehen, durchaus mit einer modernen Teamarbeit
vergleichen. Ein Team besteht auch aus einzelnen Mitarbeitern, von denen
jeder für sich, einen rein persönlichen Aufgabenbereich hat.
(vergleichbar mit Verstand, Gefühl und Wille in unserer Persönlichkeitsstruktur).
In einem guten, erfolgreichen Team, ist jedoch neben der Aufgabenteilung
auch das Miteinander wichtig, denn erst die harmonische Zusammenarbeit
läßt Individuen zu einem Team werden. Schließlich muß
sowohl die Mitarbeit als auch die Zusammenarbeit auf eine klare, über
allem stehende Aufgabe oder ein Projekt ausgerichtet sein.
Rein an den Ausmaßen und am Gewicht, läßt sich kein bedeutender Unterschied zwischen den beiden Gehirnhälften feststellen.
Als Babys, hatten wir eine weitaus nähere Beziehung zu unserer rechten Gehirnhälfte. Wir konnten noch nicht sprechen, wir konnten weder lesen noch schreiben und auch nicht logisch analysieren. Wir lernten vieles in Bildern, und Märchen waren ein fixer Bestandteil unserer Einstimmung und Vorbereitung auf das Leben. Die Mutterliebe war uns bedeutend näher als nüchterne Betrachtungen. Später, besonders in der Schule, wurde sehr viel Wert auf das logisch - analytische Denken, das Lesen, Schreiben und Rechnen gelegt.
Das spätere Leben, ist weitgehend in dieser erworbenen Denkweise
geprägt. Wir betrachten sowohl uns selbst als auch unsere Umgebung
hauptsächlich vom intellektuell - analytischen Gesichtspunkt aus und
lassen das was in der rechten Gehirnhälfte seinen Sitz hat, oft einfach
schon dadurch verkümmern, indem wir es zu wenig beachten. Auf der
anderen Seite wissen wir sehr wohl, daß emotionale Verwirrungen und
Antriebslosigkeit, Richtungslosigkeit, mangelnde Ausdauer, Phantasielosigkeit,
Ziellosigkeit u.s.w. einschneidende Auswirkungen auf unser Leben haben.
Das rein Verstandesmäßige vermag die Probleme der heutigen Zeit
ebensowenig zufriedenstellend zu lösen, wie das rein Phantastische.
Um an gültige Lösung heranzukommen gilt es, die Leistungen beider
Gehirnhälften entsprechend zu fördern und zu harmonisieren.
In den Beziehungen der Ehepartner zueinander, der Beziehung zwischen Eltern und Kindern, in den vielen Beziehungen im Freundeskreis, im Schul- und Arbeitsleben, ja letztlich auch in den Beziehungen zwischen Mensch und Tier, Mensch und Pflanze, Mensch und Umwelt, in der Art warum und wie wir Produkte herstellen, nach welchen Grundsätzen und Methoden wir sie vertreiben und noch vieles andere mehr, finden wir aber in rein intellektuellen Modellen keine zufriedenstellenden Antworten. Hier fehlt noch Entscheidendes.
Ohne Sinngebungsebene und die beiden anderen Komponenten unseres kreativen Gemütes, nämlich Fühlen und Wollen, können Ursprung und Wesen des Universums, der Zweck des Lebens und der Sinn und Wert unseres Daseins nie aufgedeckt und erlebt werden.
Die praktischen Übungen sollen einen Einstieg in diese Bereiche
ermöglichen und erleichtern. Wir werden sehen daß sie uns helfen
können, ausgeglichenere und freiere Menschen zu werden. Das Ergebnis
der nun folgenden Übungen, wird ein umfassenderes, vollständigeres
und abgerundeteres Bild vom eigenen Leben sowie vom Ursprung und Ziel des
Menschen und der Schöpfung sein.
Der Einstieg in diese Materie wird mit einiger Erfahrung so natürlich sein, wie beispielsweise das Konzentrieren beim Lernen oder das Hineinversetzen in eine heikle Arbeit. Hier hat Hektik keinen Platz und es ist wichtig die Zeit die Sie sich selbst schenken, nicht zu knapp zu bemessen. Um jeder Unruhe vorzubeugen, sollten Sie besonders am Anfang ein eher großzügiges Zeitlimit setzten.
Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche, kreative Arbeit in der Gemüts- und Sinngebungsebene, ist eine möglichst lebendiges Vorstellungsvermögen. Leben Sie sich in die Einzelheiten der Bilder hinein - nicht nur mit Ihrem Verstand, sondern mit ihrer ganzen Vorstellungskraft und mit Ihrem ganzen Herzen. Verweilen Sie bei jedem Bild so lange, bis Ihnen das Gefühl sagt weiterzugehen. Es ist nicht nötig jedesmal alle Abschnitte durchzugehen. Fühlen Sie sich frei, ein oder mehrere Bilder mit in den Alltag hinaus zunehmen und dort in den täglichen Situationen kreativ damit zu arbeiten. Weiters sollten Sie sich nicht sklavisch an die hier vorgeschlagenen Muster halten, aber kehren Sie immer dann zurück, wenn Sie das Bedürfnis dazu haben. Mit einiger Erfahrung wird es Ihnen ein Leichtes sein eigene Gedanken, Bilder und Worte zu finden, die konkret Ihrem Wesen und Ihrer Situation entsprechen. Es ist das Ziel der hier niedergelegten Vorschläge, neue Türen zu öffnen.
Reservieren Sie sich eine bestimmte Zeit des Tages - vorzugsweise vor
dem Schlafengehen oder nach dem Aufwachen - für diese Übungen.
Sie werden die Kraft spüren, die Ihr Wohlbefinden hebt, Ihren Ideenfluß fördert, Ihren Blick für größere Zusammenhänge schärft und Ihre Lebensfreude steigert. Weiters ist zu erwarten, daß Sie bei Ihren Unternehmungen und Projekten viel an Zeit einsparen können, wenn Sie zuvor in Ihrer kreativen Mitte alle hinderlichen Blockaden und Vorurteile ("dafür bin ich schon zu alt" oder: "das können andere viel besser", das geht nicht, weil es eben nicht geht u. dergl.) entfernen und die nötigen Wege öffnen. Auf diese Weise, können Sie auf Ihre Ziele geradliniger zugehen, ohne sich in zeitraubenden Um- und Irrwegen zu verlieren.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn Sie in Ihrer kreativen Mitte sowohl die Ziele, die Sie anstreben wollen, als auch die Mittel und Wege, um diese zu erreichen, nach den in Teil 1 beschriebenen Kriterien sorgsam prüfen. Sie sollten sich fragen: "Kann ich mich mit diesem Ziel wirklich identifizieren? - Lohnt es sich, für dieses Ziel kreativ zu sein? - Was bleibt zurück, wenn ich dieses Ziel tatsächlich eines Tages erreicht habe - für mich, für andere, für die Natur, für die Zukunft, für spätere Generationen u.s.w.? - Ist es das, was ich wirklich will und wofür ich gerne die Verantwortung übernehme?".
Um in die Tiefe zu gehen, können Sie auf einem Stuhl sitzend oder noch besser auf einer weichen Unterlage liegend beginnen, sich zu entspannen. Falls Sie auf einem Stuhl sitzen ist es wichtig, daß die Wirbelsäule frei und gerade ist und die Füße vollflächig auf dem Boden stehen. Atmen Sie einige Male tief, aber ohne pressende Anspannung, langsam ein und aus. Nach einigen Atemzügen schließen Sie beim ausatmen die Augen. Nun beginnen Sie mit der Entspannung Ihres Körpers.
Sie können die nun folgende Entspannungsübung für Ihren Körper auch auf Band sprechen, um beim Lesen nicht abgelenkt zu werden. Es ist aber nach einer guten Einstimmung auch möglich, die Augen wieder zu öffnen und die Bilder beim lesen einfach entstehen zu lassen.
Meine Atmung ist tief und ruhig.
Meine sinnliche Wahrnehmung zieht sich jetzt zurück. Ich schließe meine Augen.
Meine Ohren richten sich, für die Zeit die ich mir jetzt schenke, nach innen.
Auch mein Tast-, Geschmacks- und Geruchsinn ziehen sich zurück.
Tiefe, wohltuende Entspannung breitet sich überall in meinem Körper aus.
Die Muskulatur meines Kopfes und meines Gesichtes entspannt sich und der Mund ist leicht geöffnet.
Diese Entspannung geht nun über auf die Muskulatur des Halses und des Nackens.
Sie breitet sich weiter auf den Schultergürtel, die Ober- und Unterarme und bis in die Fingerspitzen hinein aus.
Die Brust-, Bauch- und Rückenmuskulatur entspannen sich und meine Wirbelsäule ruht angenehm auf der Unterlage, die mich trägt.
Der Brust- und Bauchraum füllt sich mit wohltuender Wärme.
Jetzt fließt die Entspannung hinunter in die Beine und Füße.
Meine Verdauungsorgane arbeiten in vollkommener Harmonie.
Die Atmung ist weich und gleichmäßig.
Das Herz, der Kreislauf, die Blut- und Sauerstoffversorgung jeder einzelnen Zelle funktionieren nach dem wunderbaren Plan, der ihnen zugrunde liegt.
Die Steuerungen meines Nervensystems und aller Vorgänge in meinem Körper, stellen sich auf den Entspannungszustand ein und erhalten alle Körperfunktionen aufrecht.
Ich freue mich über die Zeit, die ich mir jetzt schenke.
Ich trete nun ein in die Werkstatt meiner Kreativität. Die Welt meiner Hoffnungen und Freuden, meiner Werte und Beziehungen, liegt offen da. Hier trifft sich meine Sinngebungsebene mit meinem Verstand, meinem Gefühl und meinem Willen.
Ich beginne nun der Reihe nach meinen Verstand, mein Gefühl meinen Willen und mein Innerstes, meine Sinngebungsebene zu entspannen und alle Blockaden zu lösen, die sich im Laufe der Zeit zu solchen verfestigt haben.
Mein Intellekt ist geschaffen um den Aufbau und die Funktionsmuster aller Existenz, zumindest ihrem Wesen nach, zu erkennen.
Die Prinzipien und die Gesetzmäßigkeiten alles dessen, was existiert, sind Ausdruck eines klaren Zweckes und einer klaren Absicht.
Es ist mein Privileg als Mensch sowohl die Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten, als auch den Zweck und die Absicht - soweit diese vom Intellekt überhaupt erfaßt werden können - zu erfassen.
Im klaren Verständnis von Zweck und Absicht, das nur in Zusammenarbeit mit dem Gefühl und dem Willen einerseits, und in besonderem Maße mit der innersten der Sinngebungsebene andererseits erworben werden kann, finden auch alle (scheinbaren) Ausnahmen (von der Regel) ihren Platz, ihre Existenzberechtigung und ihre Erklärung.
Ich weiß, daß das Universum auf Wahrheiten aufgebaut ist, die im klaren Zweck und in der klaren Absicht unseres Schöpfers ihren Ursprung haben.
Die Fähigkeit diese Wahrheiten zu erkennen und zu erforschen, ist mir von meinem Schöpfer mitgegeben worden.
Sie ist Teil meiner unverfälschbaren Natur, die ich zwar zuschütten, vergraben, ja sogar vorübergehend verleugnen kann.
Dennoch macht sie sich als innere Stimme, als Gewissen, als Harmoniebedürfnis, als ethisches Grundverständnis und als Sehnsucht nach Liebe und Beziehungen bemerkbar.
In der Welt meines Verstandes zeigt sich dieser unverfälschbare Teil meiner Natur als inneres Licht.
Ich richte nun meine Aufmerksamkeit auf dieses Licht.
Es ermöglicht mir Orientierung und Klarheit auf meinem Lebensweg.
Es wird mich von nun an führen und mir alles zeigen, was ich für
mein Leben brauche.
Mein Verstand erkennt nun im immer heller werdenden Licht, neben den Denkstrukturen die mir Glück, Freude und Erfolg brachten, auch die Denkmuster die zu Verwirrung, Verfälschung oder gar Zerstörung geführt haben.
Ich bereite mich jetzt vor, meine eingespielten, bis heute unkontrollierten und von Kurzsichtigkeit geprägten Denkstrukturen zu lockern.
Nach und nach lösen sich die alten, bereits verkrusteten Denkstrukturen und richten sich auf die echten Denkmuster aus, die der ganzen Schöpfung zugrunde liegen.
Ich bedanke mich für das innere Licht, das mir den Weg zeigt und ausleuchtet.
Die vielen Blockaden und Vorurteile, die sich durch die angelernten Denkmuster in der Vergangenheit zu unbeweglichen Strukturen gefestigt haben, werden jetzt von diesem Licht durchdrungen.
Die alten Denkgewohnheiten, die meinem inneren Licht nicht Stand halten, beginnen, sich zurückzubilden und geben die darunter liegenden ursprünglichen Denk- und Erkenntnismuster frei.
Diese Muster leiten mich ab jetzt in meinem Selbstfindungs- und Selbstverwirklichungsprozeß,
der mich das finden, werden und ausdrücken läßt, was ich
wirklich bin.
Es sind die logischen Denkmuster, die der Entstehung und Erhaltung des Kosmos, der gesamten Tier- und Pflanzenwelt und des Menschen zugrunde liegen.
Auf dem empirischen Weg ( über Versuche und Experimente ) allein, sind diese Denkmuster nur unvollständig zu finden. Es braucht dazu auch die Orientierung, die nur durch mein inneres Licht möglich ist.
Diese kosmischen Strukturen werden nun immer klarer.
Ich erkenne sie immer deutlicher sowohl in meinem praktischen Leben als auch in der Bilderwelt meiner Gedanken.
Ich erkenne diese Strukturen in jedem Stein und in jeder Blume, im Wasser, in der Luft und in den Wolken.
Sie zeigen sich abends, wenn ich den Sonnenuntergang beobachte und nachts, wenn ich den Mond und die Sterne betrachte.
Sie liegen jedem Atom, allen Pflanzen, Tieren und Menschen zugrunde.
Auch mein unverfälschbares Gemüt kennt diese Denkweise. Es ist dafür geschaffen, in jedem anderen Geschöpf, diese Muster zu finden.
Ich erkenne, daß dem gesamten Kosmos, der aus unendlich vielen Einzelheiten zusammengefügt ist, eine klare Ordnung zugrunde liegt.
Ich erkenne auch nach und nach, mit immer deutlicher werdender Klarheit den Plan und die Funktionsmuster, die seit Anbeginn der Zeiten alle Vorgänge im Kosmos lenken und aufrecht erhalten.
Ich sehe, wie die Probleme, die durch falsche, kurzsichtige, von Gier und Egozentrismus bestimmte Denkmuster in den Köpfen der Menschen entstanden sind, sich aufzulösen beginnen. Die Struktur, die sie trägt, kann dem klarheitspendenen Licht in meinem Inneren nicht mehr stand halten.
In diesem Licht bauen sich wahrheitskonforme, kosmische Denkstrukturen
wieder auf.
Die Nebelschwaden, die meine Sicht behindern, lichten sich.
Der so in diesem Licht entstehende Tag wird immer heller und läßt mich bis weit in die Ferne blicken.
Nach und nach steigt der Dunst der Hoffnungslosigkeit aus den Tälern herauf, um sich oben aufzulösen.
Er gibt die klare Aussicht frei.
Die Orientierungspunkte, die ich im Nebel vergeblich gesucht habe, werden nun deutlich sichtbar.
Alle Unklarheit löst sich auf.
Ich öffne den Mantel, der mich früher in der unwirtlichen, kalten Umgebung geschützt hat. Er ist mir zu eng und zu schwer geworden und schränkt mich in meiner Beweglichkeit ein.
Die Orientierungslosigkeit wird zur Sicherheit. Alle erworbenen Knoten in meiner Logik lösen sich, und übrig bleiben die klaren Grundmuster, die nun im Licht der Wahrheit gestärkt und gefestigt werden.
Das helle Licht droht meine Verstandeskraft zu blenden und sie zu überfordern. Ich brauche etwas Zeit, um mich auf die ungewohnte Helligkeit einzustellen.
Ich spüre eine deutliche Erleichterung.
Die Zerrissenheit, entstanden in der Blindheit der Vergangenheit, fällt
wie eine große Last von mir ab. Eine bis heute ungeahnte aber wohltuende
Leichtigkeit und Beweglichkeit wird spürbar.
Ich finde dort meine Einzigartigkeit, die sich sowohl in meinen Fingerabdrücken und in jeder der Abermillionen Zellen meines Körpers, als auch in jeder Eigenart meines unsichtbaren Wesens ausdrückt.
Auch mein Weg zur Freude und zum Glücklichsein ist einzigartig. Er kann von niemand anderem gegangen werden als von mir selbst.
Natürlich kann und soll ich von anderen lernen. Dennoch gibt es absolut keinen Grund, die Art anderer Leute zu kopieren. Die Einzigartigkeit meines Wesens und meines Wertes verlangt es von mir so zu sein, wie ich bin.
Als Kosmos im Kleinen, als Mikrokosmos bin ich grundsätzlich fähig, mit jedem Teil des Universums Kontakt aufzunehmen.
Ich bin nicht nur ein Mikrokosmos der lediglich aus Atomen und Zellen, aus Fleisch und Blut besteht.
Ich bin auch ein Mikrokosmos der Prinzipien und Gesetze, der Logik und der Methodik.
Darüber hinaus, zeigen meine tiefsten Sehnsüchte und Wünsche nach Gesundheit, Glück, Harmonie, Lebensfreude und Erfolg, daß ich auch ein Mikrokosmos des ursprünglichen Zweckes und der ursprünglichen Absicht, der ursprünglichen Liebe und Freude bin.
Nur in Übereinstimmung mit dem ursprünglichen Zweck und der ursprünglichen Absicht, mit der ursprünglichen Liebe und Freude und den daraus folgenden Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten werden diese Wünsche auch realistisch erfüllbar.
Ohne diese Übereinstimmung bleiben sie zwar wohlgemeinte aber letztlich
unerfüllbare Hoffnungen.
Ich verneige mich in Demut und tief empfundener Dankbarkeit vor dieser, im Gegenüber gefundenen göttlichen Wahrheit. Ich erlebe die Wiedersehensfreude der bis heute so tief verschütteten Gottesfunken.
In dieser Wiedersehensfreude wird das innere Licht, das in meinem Gegenüber wohnt, für mich immer heller. Es bahnt sich seinen Weg durch all die verkrusteten Schichten seines Gefängnisses, in dem es bis heute eingekerkert war und kann nun endlich tun, was ein Licht eben tun kann - leuchten.
Immer wenn mein göttlicher Funke auf den göttlichen Funken in einem anderen Menschen trifft, werde ich Zeuge dieser Wiedersehensfreude.
Nicht nur der Mensch, sondern auch jedes andere Geschöpf besitzt einen, seinem Wesen entsprechenden, ursprünglichen Bauplan.
Ich bin nun fähig, mit den vielen verborgenen Wahrheiten, die der Schöpfer des Universums in jedes Tier, jede Pflanze und selbst in die Kräfte, die das Universum zusammenhalten, hineingelegt hat, Kontakt aufzunehmen.
Nichts im Universum ist mir wirklich fremd.
Als Mikrokosmos finde ich alles, was sich im Universum in einer Vielzahl von Schöpfungen manifestiert, grundsätzlich auch in mir selbst.
Ich bin kein Fremder in einer fremden Umgebung, sondern die Welt, ja der gesamte Kosmos ist meine Heimat, in der ich mich zu Hause fühle.
Solange ich nicht durch Kurzsichtigkeit, Haß, Neid, Eifersucht
und all die anderen Erscheinungssformen des Egozentrismus die Nebelschwaden
entstehen lasse, die sich wie ein undurchdringbarer Schleier über
die Wahrheit legen, bin ich fähig, das Göttliche in jedem Geschöpf
zu erkennen.
So wird meine Erkenntniskraft geschärft und auf das Wesentliche gerichtet.
Das Wissen, das mir auf diese Art eröffnet wird, wird mir nur in dem Ausmaß zuteil, wie ich es auch verantwortungsvoll verwalten und anwenden kann.
Es ist nicht zum Mißbrauch, sondern zur Verwendung durch qualifizierte Personen bestimmt, und ich will auch nur soviel davon, wie ich verantwortungsvoll bewältigen kann.
Der Drang nach mehr Wissen ist groß, aber frei von jeder Habgier und Ungeduld.
Dieses Wissen ist viel zu wertvoll, um leichtfertig damit umzugehen oder es für egoistische Zwecke zu mißbrauchen.
Jeder Mensch hat Zugang zu diesem Wissen.
Die einzige Voraussetzung dafür ist die Wertschätzung und die Bereitschaft, dieses Wissen zum Segen zu gebrauchen und die entsprechenden Taten folgen zu lassen.
Ich weiß, daß ich mich der Verantwortung für meine Taten nicht entziehen kann.
Ich will es mir zur Gewohnheit machen, in allem, womit ich in Kontakt trete, die ursprüngliche Struktur zu finden.
So übe ich mich darin, Ordnung und Unordnung, Richtigkeit und Täuschung, große Zusammenhänge und Beschränktheit, Weitblick und eingeschränkte Sicht klar zu unterscheiden.
Ich bewege mich nicht nur auf der Ebene, wo das quantitative Wissen, bei dem es darum geht möglichst viel Einzelwissen anzuhäufen, im Vordergrund steht. Vielmehr möchte ich in das tiefere Verständnis und die großen Zusammenhänge eindringen, in denen alle Einzelheiten ihren rechtmäßigen Platz haben.
Erst über diese Stufe kann mir das Tor zur Weisheit geöffnet werden.
Das ist das eigentliche Ziel dem mein Verstand zustrebt.
Ich bereite mich jetzt vor, mich meinem inneren Harmoniebewußtsein zu öffnen.
Ich werde ganz ruhig.
Der Erste ist der Bereich der ursprünglichen, reinen Natur der Gefühle, der immer frei war von jeder Verwirrung, der aber bis heute nur unterschwellig und vom Verborgenen aus über meine Ahnungen arbeiten konnte.
Es ist der Bereich, der mir die Schönheit und die Harmonie des Kosmos, der Pflanzen- und der Tierwelt, der Menschen und aller Beziehungen, einschließlich der zu meinem Schöpfer, als Faszination offenlegen möchte.
Es ist der Bereich, wo ich mich wohl und geborgen, angenommen und frei fühle.
Es ist der Bereich, den ich als Harmonie, Glück und Wohlbefinden erlebe.
Es ist angenehm und wunderschön mitzuerleben, wie sich dieser Bereich vom zweiten, von Gefühlsverwirrungen und Zerrissenheit geprägten Bereich, trennt und herauslöst.
Er nimmt nun immer deutlichere Formen an.
Ich erlebe, daß sich vieles, was ich noch gestern als schön und anziehend empfunden habe, in diesem Klärungsvorgang als wirr und zerrissen herausstellt.
Gleichzeitig erlebe ich, wie sich mein Schönheitsempfinden mehr und mehr mit dem ersten Bereich meiner ursprünglichen Natur identifiziert. Ich spüre, wie sich dort eine Harmonie aufbaut, die alle Bereiche meiner Gefühlswelt mit angenehmem Wohlbefinden erfüllt.
Ich spüre, wie diese kosmische Harmonie anregend auf meine Empfindungen wirkt.
Die Schwingungen dieser Harmonie waren immer in mir. Sie waren zwar verschüttet vom zweiten Bereich der Verwirrungen, aber sie waren immer da.
Von nun an werden sie den Ton angeben.
Sie werden in all meinen Beziehungen mitschwingen und in jedem Menschen,
jedem Tier und jeder Pflanze, in jedem Ding und überall wo ich mich
investiere die himmlische Musik zum Erklingen bringen, die in jedem Geschöpf
wohnt und ihm die göttliche Prägung gibt.
Sie schwingen in allen Beziehungen mit, und sie klopfen im Gegenüber immer dort an, wo das Göttliche wohnt.
Sie sind fähig, mit den göttlichen Schwingungen im Gegenüber eine harmonische, himmlische Musik anzustimmen, die alle Wirren innehalten und aufhorchen läßt.
Diese Musik ist wie wohltuender, heilsamer Balsam für alle verworrenen Gefühle. Sie führt sie zurück in ihre wahre Heimat der Harmonie und Schönheit, des Glücks und des Wohlbefindens.
Viele dieser erstarrten Gefühle sind bereits tief in meine Persönlichkeit eingeprägt und mit mir mitgewachsen.
An einige davon habe ich mich längst gewöhnt, andere habe ich sogar liebgewonnen und mein Leben darauf ausgerichtet.
Ich sehe jetzt, wieviel Glück und Freude sie in meinem Leben und in meinen Beziehungen bereits verhindert haben.
Ich erlebe, wie ich bis zum heutigen Tage unfähig war, die beiden Gefühlsbereiche wirksam zu trennen. Es wird auch deutlich, in welch undurchsichtige Irrwege ich mich in der Vergangenheit verstrickt habe.
Ich habe gelernt, mich, zumindest zeitweise, in dieser Befangenheit wohl zu fühlen.
Ich habe vieles, was in Wirklichkeit häßlich und abstoßend ist, als schön und anziehend empfunden. Andererseits habe ich vieles, was in Wirklichkeit schön und anziehend ist, als nicht erstrebenswert oder unerreichbar eingeschätzt.
Von jetzt an klären sich meine Gefühle und werden fähig, die wahren Schönheiten als schön und alles Zerstörerische, Kurzsichtige, auf der Basis von Gier und Ungeduld Wachsende als häßlich und verworren zu identifizieren.
All das Leid, das in vergangenen Verwirrungen und falschem, kurzsichtigem Urteil seinen Anfang nahm, kann mit dieser Ausrichtung der Gefühle gelöst und neu geordnet werden.
Es ist mir klar, daß die Ausrottung der tiefen Wurzeln des Fehlurteils von schön und nicht schön, mir noch viel Arbeit abverlangen wird, aber ich beurteile diese Arbeit jetzt als schön und erstrebenswert. Ich sehe, wie mir diese Arbeit Freude und Spaß macht und mich mit großer Genugtuung erfüllt.
Hoffnung steigt in mir empor und baut sich dort auf, wo früher Hoffnungslosigkeit war, die Sicherheit erhebt sich über die Unsicherheit, die Freude über die Trostlosigkeit, das Selbstbewußtsein über die Zweifel und der Erfolg über das unerreichbar scheinende.
Meine Gefühlswelt ist erschüttert und erfreut zugleich über den Umbruch, der in mir stattfindet, aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin ist das der Augenblick, den ich mir immer gewünscht und herbeigesehnt habe.
Ich erlebe, wie das gereinigte Schöne in meinem Denken, Fühlen, Wollen und Tun, in meinem Sehnen und Hoffen, in meinem Tagesablauf, in meinen geheimsten Wünschen und Vorstellungen, neu zu leben beginnt.
Auch in den Methoden, die ich anwende, trennt sich das, was wirklich schön ist von dem, was egoistisch und belastend ist, wo auch andere Schmerz und Schaden davontragen und ich etwas zu erzwingen versuche, was mir nicht zusteht - was ich noch nicht erworben habe.
Eine klärende Unruhe hat meine Gefühlswelt erfaßt. Sie wühlt mich innerlich auf.
Viele erstarrte Formen von Stolz und falscher Sympathie, die ich bis
heute als gegebenen - ja, als unabänderlichen Teil meiner Persönlichkeit
betrachtet habe, brechen auf.
Ich habe die Fähigkeit, in ähnlicher Weise zu fühlen wie mein Schöpfer fühlt, denn meine Gefühle wurden nach dem Vorbild Seiner Gefühle gemacht.
Ich fühle, wie schön die ursprüngliche Welt der Schöpfung ist und wie häßlich das Erbe von Egoismus, Zwietracht, Gier, Neid, Krieg und Zerstörung, auf mich wirkt.
Von meinem ursprünglichen Gefühl wird die Hoffnung genährt, daß alles wieder in Ordnung kommen wird.
Diese Ordnung beginnt nicht beim Anderen, sondern in mir selbst.
Die Wege dorthin, auch wenn sie noch verwachsen und ungeebnet, steil und schwierig sein mögen, sind nicht mehr unbezwingbar.
Eine neue Art von Mut, einer Abenteuerlust nicht unähnlich, läßt ein neues Vertrauen in mir stark werden.
Dieser Pioniergeist und die Führung des ursprünglichen Gemütes machen es möglich, die gesamte Welt meiner Gefühle, nach dem ursprünglichen Muster, neu zu ordnen. Ich werde meine alten, erstarrten Formen sooft aufreißen und wieder neu zusammensetzen, als dies nötig ist. Durch solchen, verantwortungsvollen Umgang mit meinen Gefühlen, erwerbe ich Qualifikationen von unschätzbarem Wert.
Diese neuen Qualitäten bilden die Basis für neue Freiheiten.
Es ist mein Privileg als Mensch, eigene Entschlüsse zu fassen und
eigene Entscheidungen zu fällen. Die Weichen, die ich in meinem Leben
bisher gestellt habe, sind die Resultate dieser Entscheidungen und Entschlüsse.
Jeder Entschluß hat mit dem Auswählen aus einer unterschiedlich
großen Anzahl von Möglichkeiten zu tun. Indem ich eine davon
auswähle, lasse ich die anderen Möglichkeiten entweder ganz fallen
oder ich ordne sie in bestimmter Reihenfolge hinten an. Um klare Entschlüsse
zu fassen oder klare Entscheidungen zu fällen, benötige ich eindeutige
Prioritäten, das heißt, ich muß mir bereits darüber
im Klaren sein, was mir am Wichtigsten ist.
Ich weiß, daß ich das Resultat eines erfolgreichen, göttlichen Schöpfungsaktes bin, daß Gott mich erschaffen hat zu seiner und meiner Freude, zu seinem und meinem Glück.
Ob ich dieses erstrebenswerte Ziel erreiche oder nicht, wird hauptsächlich davon bestimmt, wofür ich mich in den vielen, alltäglichen Situationen entscheide, welche Entschlüsse ich fasse und wie sehr ich sie in die Tat umsetzen kann.
Die Kurzsichtigkeit ist wie der Sand im Wind, der keinen Halt hat und daher jedem Windstoß hilflos ausgeliefert ist.
Von jetzt an treffe ich meine Entscheidungen nicht mehr nach den Vorgaben dessen, was gerade dem Zeitgeist entspricht, was "in" ist, oder was andere von mir erwarten.
Ich bin ein Geschöpf Gottes und werde das in all meinen Entschlüssen und Entscheidungen zum Ausdruck bringen. Das ist letztlich die einzige Entscheidungsbasis, die auf lange Sicht nicht weltfremd ist.
So vieles, was ich bis heute als meine Entscheidungsbasis akzeptierte, stellte sich auf lange Sicht als weltfremd heraus. Selbst so mancher wissenschaftlich "erwiesene" Tatbestand hält oft letzten Endes nur so lange, bis sich eine neue, modernere "wissenschaftliche" Meinung durchsetzt.
Natürlich kann das niemals heißen daß wissenschaftliche Forschung unnötig oder gar wertlos ist- im Gegenteil, der Mensch ist geradezu darauf angelegt alles zu erforschen und zu erklären, und die wissenschaftlichen Methoden ermöglichen uns, vieles tiefer zu verstehen. Dennoch, jemand der den Ursprung der Schöpfung sucht, wird in einer Grundansicht, die den Urknall oder Ähnliches an den allerersten Anfang setzt, die weitere Entwicklung getrost der alleslenkenden Evolution zuschreibt und einen Schöpfer zur Nichtexistenz abwertet, nicht sein letztes Ziel finden.
Unser Schöpfer ist nicht nur der größte Wissenschafter, dessen "Arbeiten" wir alle mit großer Faszination, Ausdauer und Hingabe studieren und erforschen, er ist kein Geringerer als der Erfinder und Erbauer des Kosmos und alles dessen, was in diesem Kosmos existiert.
Nicht nur das, er hat auch die Sehnsüchte nach Gesundheit, Glück, Wohlergehen, nach Harmonie, Lebensfreude und Erfolg erdacht und geschaffen und sie, als Leitfaden für mein Leben, als meinen Lebenszweck, als Sinn des Lebens in mich hineingelegt, um mich zu führen.
Niemand kann diese Sehnsüchte zum Schweigen bringen.
Auch alle meine Mitmenschen tragen diese Sehnsüchte in ihrem Inneren.
Aus diesem Grund habe ich kein Recht, ihre Gesundheit, ihr Glück, ihre Lebensfreude oder ihren Erfolg zu trüben oder gar zu zerstören. Im Gegenteil, ich sehe es als mein Privileg, diese Ideale sowohl in mir als auch in meinen Nachbarn zu heben und das Vertrauen in diese Ideale zu stärken.
Das ist die Richtschnur nach der ich künftig meine Prioritäten
setzen, meine Entschlüsse fassen und meine Entscheidungen treffe werde.
Ich erkenne nun mit zunehmender Deutlichkeit, was hier vorgeht.
Das Gute als logisch und wahr zu erkennen, ist eine Angelegenheit meines Verstandes. Das Gute als schön und erstrebenswert zu empfinden, ist eine Angelegenheit meines Gefühls. Aber mich zu entschließen das als richtig Erkannte und als schön Empfundene zu tun - mich also für das Gute zu entscheiden und es in die Tat umzusetzen - bedarf meines Willens.
Nicht nur den Entschluß das Gute zu tun, sondern auch mich für
das Zerstörerische, Verletzende, Egoistische zu entscheiden unterliegt
meinem Willen. Und in weiterer Folge wird deutlich: überhaupt einen
klaren Entschluß zu fassen, eine verantwortbare Entscheidung zu treffen
und etwas bewußt zu Tun ist eine Angelegenheit meines Willens.
Die Orientierungslosigkeit und Unklarheit begegnet mir hier noch ausgeprägter, als dies im Verstand oder im Gefühl der Fall war, denn des öfteren entschied ich mich das zu tun, wovon ich nicht wirklich überzeugt war oder was ich in Wirklichkeit nicht wollte.
Ich erkenne jetzt drei Bereiche, die sich allmählich deutlich voneinander abheben.
Hinter dem zweiten und dritten Bereich, die noch sehr unklar scheinen, wird ein Bereich erkennbar, der bereits klar ist und das offenlegt, was ich wirklich will.
Ich sehe, welche Entscheidungsmuster mich in der Vergangenheit zum Erfolg geführt haben. Die Erfolgsmuster kristallisieren sich heraus und deren Gemeinsamkeiten werden deutlich. Es war immer so, daß gute Motive ihre Erfüllung fanden wenn Gefühl, Verstand, Wille und Tun in ihrer Kreativität klar auf sie ausgerichtet sind und das Ziel mit lauteren Mitteln erreicht wird.
Im zweiten Bereich zeigen sich nun einige der zahlreichen Situationen, in denen ich von meiner Umgebung im Berufs- und Alltagsleben oder von meiner eigenen Schwäche und Unentschlossenheit gedrängt wurde Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht tun wollte.
All die vielen Zwänge, welche die Lauterkeit meiner Methoden und die Klarheit meiner Orientierung getrübt haben, denen ich aus Schwäche unterlegen war und die mir auch lediglich zweifelhaften Erfolg einbrachten, werden erkennbar.
Mein Mangel an Selbstbewußtsein und Durchsetzungskraft, geht in erster Linie zurück auf die Unklarheit, auf deren Basis es nicht möglich war klare Entschlüsse zu fassen und eindeutige Entscheidungen zu treffen.
Das Leben drängt einen Entscheidungen zu treffen und fragt nicht, ob ich dazu auch wirklich in der Lage bin. So gab es viele Fehleinschätzungen und Fehlurteile, die mein Tun bestimmten.
Auf dem Weg das Richtige zu tun und erstrebenswerte, gute Ziele zu erreichen, bin ich sehr starken kulturellen, familiären und sozialen Zwängen und Vorgaben ausgeliefert. Der Kompromiß, den ich immer wieder gewählt habe, führte oft zu innerer Zerrissenheit und nur mangelhafter Stabilität.
Dieser Konfliktbereich steht zwischen dem ersten und dem dritten Bereich.
Der dritte Bereich ist geprägt von unkontrollierbarer Undurchschaubarkeit, von Kurzsichtigkeit, Ungeduld und anderen Erscheinungsformen des Egoismus.
Dort scheint das Motto zu regieren: "Ich will ja nur alles, aber zum
Dank für meine Bescheidenheit, will ich es sofort". Ich habe zwar
nicht immer ein gutes Gefühl dabei, aber wenn es die anderen auch
so machen, wird es schon nicht ganz falsch sein.
Alles, was bis zum heutigen Tag vom Verborgenen aus gesteuert wurde, wird ans Licht gebracht und sorgfältig durchleuchtet.
Nun erscheinen hier allerhand verkrüppelte Gestalten, und es fällt mir schwer, diese irgendwo einzuordnen.
Ich erkenne auch die Werkzeuge, mit denen ihnen diese Verunstaltungen zugefügt wurden.
Ganz am hinteren Ende, in trügerischen Schein gehüllt, bemerke ich etwas, das eine eigenartige Anziehung ausübt, der man sich nicht leicht zu entziehen vermag.
Ich brauche etwas Zeit, um mich diesem trügerischen Schein zu stellen und finde mich plötzlich zwischen zwei sehr verschiedenartigen Leuchtquellen. Das Licht aus meinem Innersten auf der einen Seite und die Strahlkraft, die so trügerisch wirkt, auf der anderen.
Aber der Trug verblaßt und gibt seine wahre Natur frei.
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, daß hinter diesem Trugbild eine klare, zerstörerische, aber sehr wandlungsfähige Kraft steht.
Diese erstellt zu jedem guten Motiv, das aus meinem innersten Herzen kommt, ein täuschend ähnliches und scheinbar gleichwertiges Gegenstück.
Die Grundschwingungen dieser trügerischen Kraft unterscheiden sich jedoch gewaltig von denen des wahren Motives, das aus der Tiefe meiner innersten Überzeugungen stammt.
In diesem Trugbild schwingen überall Unruhe, Gier, Ausgrenzung, Kurzsichtigkeit und Ungeduld mit - eben nach dem Motto: Ich will ja nur alles, aber als Belohnung für meine Bescheidenheit will ich es sofort.
So bekommt jedes bedeutende, aus meinem Innersten kommende Motiv diese einengenden und verzerrenden Elemente gleichsam als "Grundschwingung" unterlegt. Diese ist oft so stark, daß sie sich als Ungeduld, Ausgrenzung, Engstirnigkeit und Unüberlegtheit auf den Verstand, als drängende unbeherrschte Impulsivität auf das Gefühl, und als undurchsichtige Verworrenheit auf mein Wollen und Entscheiden überträgt.
Die Kraft, die diese Schwingungen aussendet, ist, im Gegensatz zum wahren, aus meinem Innersten kommenden Motiv, von kurzsichtiger Ichbezogenheit gelenkt.
Es ist die Kraft, die es fertigbringt, die Größe und Einzigartigkeit meiner Person soweit zu verzerren und herabzuwürdigen, daß sie sich in eine der vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen des Egozentrismus pressen läßt.
Mißtrauen, Gier und Ungeduld bedienen die Folterinstrumente.
Der Egozentrismus ist von falschem Stolz geprägt und tritt unter anderem als Eifersucht, Haß, Neid, Groll, Geiz, Stolz und Habgier in Erscheinung.
All die verformten Gebilde, die ich beim Eintritt in den dritten Bereich sah, sind die einstmals guten Motivationen und Überzeugungen, Sehnsüchte und Ziele aus meinem Innersten.
Es sind meine höchsten und wertvollsten Lebenserwartungen und das Wissen, daß Glück, Wohlergehen, Harmonie, Erfolg, Frieden, Gesundheit und Freude die unzerstörbaren Werte und Ziele sind, die mein Schöpfer mir mitgegeben hat.
Diese sind nun so entstellt, daß es scheinbar auch keinen Sinn mehr macht sie als realisierbar einzustufen, und sie als Ideale noch weiter zu verfolgen.
Die besten meiner Ideale, sind hier als scheinbare "Versager" gelandet.
Das hat mich dazu gebracht, die Ebene der hohen, edlen Werte zu verlassen und meine weiteren Ziele und Erwartungen auf die nächste Ebene zurückzustecken.
Aus diesen Unklarheiten heraus mußte ich in der Vergangenheit
meine Entschlüsse fassen und meine Entscheidungen treffen. So kam
es, daß mein Leben aus vielen Halbheiten besteht und daß ich
gelernt habe, mich damit abzufinden.
Die ethisch - moralische Überwachung dieses Entwicklungsprozesses obliegt meinem Willen, der immer bestrebt ist, das Beste zu tun und die richtigen Entschlüsse zu fassen.
Im Unterschied zum zweiten Bereich, wo mir die verschiedenen kulturellen, familiären und traditionellen Zwänge zum Verhängnis geworden sind, war dieser dritte Bereich meinem Bewußtsein nur über nebulose, ungreifbare Ahnungen zugänglich.
Jetzt aber erkenne ich klar, was hier den Ton angibt, wie überzeugend dieses Trugbild auftritt, und daß es im Prinzip immer nur verlangt Entwicklungselemente auszuklammern und zu überspringen, um so den Entwicklungsprozeß zu durchlöchern.
Dadurch wird das ganze Entwicklungsgebäude instabil.
Weiters versucht es die ursprüngliche Richtung meiner guten Sehnsüchte und Ziele, auf eine der vielfältigen Formen des Egozentrismus einzuengen.
Es überrumpelt den zweifelnden Verstand und das ungute Gefühl mit einer sehr wirklichkeitsnahen Täuschung und bringt sie zum Nachgeben und Einlenken, indem der verwirrte Wille es einfach als zumindest gut genug erkennt und sich dafür entscheidet.
Mein Wille übernimmt in seiner Verwirrung das veränderte Motiv und die dem Trugbild innewohnende Verfälschung von Moral und Ethik, und entscheidet auf dieser Basis.
In der langen Tradition meines Lebens, hat sich mein Wille einen eigenen Cocktail aus wahrer und falscher Ethik und Moral gebildet, und er holt sich die Grundlage für seine Entschlüsse und Entscheidungen aus diesem Cocktail.
Auch von meinen Freunden mischt jeder seinen eigenen Cocktail, und jeder bevorzugt seine eigene Wundermischung.
Erst jetzt lerne ich eine ganz wichtige Unterscheidung. Es ist ein großer Unterschied zwischen der Urkraft meiner Motive, Wünsche und Sehnsüchte, die aus der Tiefe meines Wesens kommen und meinem Willen, der sie auf dem Weg bis zur Verwirklichung begleitet und jede Abweichung korrigiert.
In jeder Aktion, die ich setze, in jeder Entscheidung, die ich treffe, und in jedem Entschluß, den ich fasse, werde ich von nun an die Grundschwingungen suchen.
Sind sie von Kurzsichtigkeit, Egoismus, Eifersucht, Habgier, Mißtrauen oder Ungeduld geprägt oder von Weitblick, Liebe, Harmonie, Wohlwollen und vom Einklang mit meiner innersten, unverfälschten Natur.
Ich frage mich, ob ich durch diese konkret anstehende Entscheidung mir oder Anderen physischen oder geistigen Schaden zufüge, oder ob ich denke und handle zum Wohl und zur Freude aller Menschen, zum Wohl und zur Freude unseres Schöpfers.
Als Gegenprüfung soll mir die Frage dienen: Mache ich mich durch
diesen Entschluß oder diese Entscheidung zum Förderer oder zum
Zerstörer von Gesundheit, Glück, Harmonie, Frieden oder Freude?
Ich will selbst entscheiden und erteile jedem "Fernsteuerungsversuch" von Außen eine klare Absage.
Nichts und niemand kann mich zwingen, meine wahren Ideale und Sehnsüchte zu verraten. Gleichermaßen bin ich aber bereit auch Hilfe von außen anzunehmen.
Durch meine Entschlüsse und Entscheidungen vermehre ich die Schwingungen von Glück, Gesundheit, Wohlergehen, Frieden, Harmonie, Lebensfreude, Erfolg und Liebe in mir und in meinem gesamten Einflußbereich.
Ich verbinde mich mit diesen Schwingungen, die als Grundschwingung in jedem Menschen, in jedem Tier, in jeder Pflanze in jedem Ding, in der Luft und im Wasser sowie in allen Kräften, die das Universum zusammenhalten, zu finden sind.
Durch diese Schwingungen bin ich verbunden mit der Urkraft und dem letzten Beweggrund für die Schöpfung.
Durch die Schwingungen reinigen sich allmählich meine bereits als unrealistisch eingestuften Überzeugungen, Sehnsüchte und Ziele. Sie zeigen sich nun in ihrer unverzerrten, ursprünglichen Form. So werde ich Zeuge eines faszinierenden Befreiungsaktes.
Ich spüre, wie diese längst totgeglaubten Ideale in mir wieder zum Leben erwachen.
Die Ebene der edlen Werte, die in der Vergangenheit mit der Aufschrift "schön wär's" versiegelt wurde, öffnet sich und wird mir wieder bewußt zugänglich.
Tiefe Freude erfüllt mich. Sie macht mich frei erneut an das zu glauben, woran ich in der Tiefe meines Herzes immer geglaubt habe.
In der Vergangenheit, hat sich ein dichtes Gewirr aus chaotischen Schwingungen, als unüberbrückbares Hindernis, vor der Türe meiner Sinngebungsebene aufgebaut.
Es hat verhindert, daß Informationen und Kräfte hier frei fließen können.
Jetzt aber spüre ich, daß dieser Weg wieder frei wird und der Kräftefluß sich wieder aufbaut.
Als Ergebnis eines erfolgreichen, göttlichen Schöpfungsaktes, bin ich nicht dem Untergang und der Niederlage geweiht, sondern dem Erfolg und der Freude.
Wie konnte sich trotz der langen Geschichte, geprägt von Haß, Krieg, Verfolgung und Not, die Sehnsucht nach Gesundheit, Harmonie, Glück, Wohlergehen, Lebensfreude und Erfolg als tragende Kraft bis heute erhalten?
Auch diese Ideale haben, als erfolgreicher Schöpfungsakt Gottes, die Eigenschaft, unvergänglich und unverwüstlich zu sein.
Diese Wünsche sind das bereits vorgegebene Ziel, das mich immer mit dem Ursprung verbindet, das mich immer daran erinnert, was der Sinn meines Daseins ist.
Sie sind die bleibende Richtschnur für mein Gewissen, für meine Empfindungen und letztlich auch für meine Entscheidungen.
Treffe ich meine Entscheidungen im Einklang mit diesen Wünschen, so wird mein Gewissen frei und unbelastet sein. Entscheide ich mich dagegen, so belaste ich es.
Es ist nicht leicht, diese unnötige Last immer mitzuschleppen.
Von nun an werde ich der Bedeutung meines Willens mehr Aufmerksamkeit schenken und mich allen Entschlüssen und Entscheidungen mit größerer Sorgfalt widmen.
Von hier bekommen Denken, Fühlen Wollen und Tun ihre Ausrichtung. In dieser Ebene steht eine Motivation, ein Zweck, eine klare Absicht als Ausgangspunkt.
Von hier bekommt das Denken seine Richtung, das Fühlen seine Vorgaben und die Entschlußkraft ihre Prioritäten.
Noch ist in diesem Motiv nicht alles durchdacht und in allen Einzelheiten klar strukturiert, aber die Ahnung formt sich zu einer klaren Sehnsucht.
Im Motiv, in der Absicht oder im Zweck ist das erwünschte Ziel bereits vorgegeben. Dem Motiv, dem Zweck oder der Absicht entsprechend, erstellen Verstand, Gefühl und Wille einen genauen Plan, wie dieses Ziel erreicht werden soll.
Erst das erreichte, verkörperte Ziel, bzw. der vollzogene Plan
oder der erfüllte Zweck schließen den Kreis.
Diese, zum jetzigen Zeitpunkt noch unauffindbaren Fähigkeiten und Eigenschaften, beginnen ihr großes Werk, sobald das Wasser sie zum Leben erweckt. In der Dunkelheit und Eingeschlossenheit des Samenkorns, beginnt sich der Keimling zu regen und macht zwei Triebe. Der eine strebt dem Licht zu und kommt als Keimling aus der Erde heraus, der andere jedoch, gräbt sich als Wurzel tiefer in die Erde hinein und sucht sich mit traumwandlerischer Sicherheit und Zielstrebigkeit den Weg zum Wasser. Der nahrhafteste Boden nützt ihm erst, wenn Wasser da ist, das die Nährstoffe zuerst lösen muß, um sie verfügbar zu machen.
Der Keimling, der nach oben strebt, sucht das Licht. Erst das Licht macht es möglich, daß sich das Blattgrün, das Chlorophyll, bilden kann. Das Chlorophyll ist die Brücke zum Sonnenlicht und somit zum Universum. Es spielt eine tragende Rolle bei der Photosynthese und verbindet so die Pflanze mit den Kräften des Kosmos. Die Pflanze holt sich davon, was und wieviel sie zum Leben, wachsen, blühen, fruchten und für ihre periodischen Ruhezeiten benötigt.
Der Trieb, der sich in die Erde hineingesenkt hat, entwickelt an den Wurzelspitzen seiner sensiblen Faserwurzeln die Fähigkeit, vom Wasser gelöste Nährstoffe aufzunehmen. Ein eigenes Transportsystem befördert diese Stoffe hinauf zum Blattgrün, um sie mit der spezifisch dafür umgewandelten kosmischen Energie zu verbinden. Wenn alles ordnungsgemäß abläuft, kann der Keimling seine Zellen vermehren und wachsen. Nach und nach werden, in bereits vorgegebener Reihenfolge, die Fähigkeiten geweckt, welche Wachstum, Blüten- und Fruchtbildung steuern. In all diesen Vorgängen ist der Baum von seiner Umgebung abhängig, denn ohne Licht, Wasser, Nahrung, einem bestimmten Temperaturbereich und der Luft, ist das alles nicht möglich.
All diese beobachtbaren Vorgänge sind aber nicht mehr, als bloß der Ausdruck des eigentlichen Wunders, das ungesehen in der Verborgenheit des Wesens dieses bestimmten Baumes wirkt. Es lenkt und überwacht all die Funktionen sowohl des Triebes, der nach oben zum Licht strebt, als auch des Triebes, der sich in die Erde hineinarbeitet. Es koordiniert die Art und Weise, wie sie die Produkte ihrer "Tätigkeiten" miteinander austauschen. Es macht sie zu einer Einheit und begleitet sie ein ganzes Baumleben lang als Lebensträger. Mit dem Zeitpunkt, wo dieser Lebensträger eines Tages aus dem Baum weicht, wird jeder, auch noch so gut funktionierende Vorgang beendet. Alles was in diesem Baumleben aufgebaut wurde, kehrt als energiereicher Humus wieder zur Erde zurück und wird Nahrung für spätere Generationen. Das alles ist aber nur der äußere Teil dieses Wunders.
Der innere und noch viel wesentlichere Teil dieses Wunders, ist eng verbunden mit dem Ursprung des Universums selbst - mit der Absicht eines Schöpfers, der alles erdacht und gemacht hat. In ihm haben nicht nur das Leben und die Funktionen, die durch dieses kleine Samenkorn hundert- und tausendfältige Früchte bringen, ihren Ursprung. Nein, er schuf auch die gesamte Umgebung, die das Wachstum dieses Samenkornes erst ermöglicht und in der sich die Sinnhaftigkeit der Existenz des Samenkorns erst offenbaren kann. Ein Baum kann nicht aus sich selbst heraus wachsen. Er braucht dazu einen Lebensraum. Andererseits ist der einzelne Baum an der Gestaltung und Erhaltung dieses Lebensraumes maßgeblich beteiligt und ein Teil davon. Darüber hinaus sind die vielen Früchte, die ein Baum trägt, ein wesentlicher Beitrag zur Ernährung von Mensch und Tier.
Der Gesamtplan, dessen Ausführung sich in den Milliarden und abermilliarden
Einzelheiten des gesamten Universums und auch in allem, was ich bin und
habe, zeigt, wurde aus einer ganz konkreten Absicht und Motivation heraus
entwickelt und bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Diese Motivation offenbart
sich in jeder - auch noch so winzigen Kleinigkeit, die sich irgendwo im
Kosmos abspielt.
Nichts im Universum ist nur für sich selbst da. Alles, was existiert, ist für etwas höheres geschaffen. Atome bilden Moleküle, und diese wiederum sind die Bausteine für die Zellen. Organe bestehen aus Zellen u.s.w. All das, braucht als Existenzgrundlage unser Sonnensystem und die besonderen Bedingungen unseres Planeten.
Meine Fähigkeiten und Talente sind auch nicht für mich als
Einzelperson bestimmt und können von mir als Einzelner auch nicht
voll zur Entfaltung gebracht werden. Ich brauche dazu eine natürliche,
menschliche, soziale Umgebung. Verbunden mit der Urkraft und der Motivation
meines Schöpfers, der auch meine Fähigkeiten gemacht und sie
mir gegeben hat, können diese erst voll zur Entfaltung kommen.
Gott schuf die Töne und die Klänge, die das Potential für unendlich viele Melodien in sich haben, aber er überläßt es dem Menschen, daraus Musik, in Form ganz konkreter Musikstücke, zu machen. All diese Musikstücke bestehen im Grunde nur aus 12 verschiedenen Tönen, die wir als c, c#, d, d# usw. kennen. In der Regel genügt bereits eine Reihe von vier bis acht Tönen, um ein Musikstück klar, aus der unendlich großen Zahl von Kompositionen, zu erkennen. Denken Sie beispielsweise an die ersten sechs Töne des "Donauwalzers" an "Brüderlein fein", an "Yellow Submarine" oder auch nur an "Hänschen klein". Die spezielle Reihenfolge der Töne, gepaart mit Takt und Rhythmus, läßt eine charakteristische Melodie - eine unverkennbare Neuschöpfung - entstehen.
Gott schuf auch beispielsweise die Gräser. Wir entwickelten daraus die Getreidearten in ihrer heutigen Form. Die Abertausenden Einsatzmöglichkeiten des daraus gewonnenen Mehls, das wir zu Brot und Backwaren aller Art verwerten und dessen mannigfaltige Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Stoffen ungezählte Rezeptbücher füllen, sind Ausdruck der Kreativität des Menschen. Gott schuf die Bäume, aber wie wir sie verwenden und was wir aus ihrem Holz machen, ist uns überlassen.
Gott schuf auch jeden von uns als Persönlichkeit, die denken, fühlen und entscheiden kann. Was wir aus diesen Fähigkeiten machen und zu welchem Zweck wir sie verwenden, obliegt unserer Verantwortung. Gott schuf uns mit der Fähigkeit, ja, mit der Notwendigkeit zu lieben und dieser Liebe in lebendigen Beziehungen Ausdruck zu geben. Ob wir diese Liebe in seinem Sinne großzügig, zum Wohl und zur Freude Gottes, der Menschheit und der Schöpfung gebrauchen oder ob wir sie in irgend einer vom Egoismus verzerrten Form wie Haß, Eifersucht, Gier, Geiz, Neid usw. ausleben, das ist uns überlassen.
Gott schuf die Grundlagen und wir sind befähigt und dazu bestimmt, das, was Gott begonnen hat, weiterzuführen. All das und noch viel mehr hat in der ganz konkreten Absicht und Motivation, die der ganzen Schöpfung zugrunde liegt, seinen Anfang genommen. All das ist Teil des ursprünglichen Schöpfungszweckes.
Von den Vorgaben, die in Form meiner Fähigkeiten und Talente mein persönliches Wesen ausmachen, sind auch meine Sehnsüchte gelenkt. Hier öffnet sich die Ebene, die mich erkennen läßt, welchen Sinn und Zweck mein Leben und meine Person hat und welchen Sinn ich meinem Denken, Fühlen, Wollen und all meinen Handlungen zugrunde lege. Hier bekommt mein Gefühl seine Ausrichtung, mein Denken und planen ein klares Ziel, mein Wollen und Tun die Kraft sich für das Gute und Rechtschaffene zu entscheiden und es zur Tat werden zu lassen. Hier angelangt, bin ich
Ich spüre, wie ich als Ziel dieses göttlichen Schöpfungswerkes den göttlichen Willen und die göttlichen Sehnsüchte, die göttliche Liebe und Wahrheit in mir vereine.
Hier ist die Basis meiner Persönlichkeit, das Fundament meines Wesens, das Ergebnis eines erfolgreichen göttlichen Schöpfungsaktes.
Ich verbinde jetzt all meine Motivationen, Ziele und Sehnsüchte, mit dem Ursprung meines Wesens, und ich weiß, daß ich fähig bin mich so zu sehen, wie mein Schöpfer mich sieht.
Ich empfinde, daß mein Schöpfer mir aus tiefstem Herzen das wünscht, was Eltern ihren Kindern wünschen, nämlich, Gesundheit an Geist und Körper, Glück und Wohlergehen, Harmonie, Lebensfreude und Erfolg und die Entfaltung meiner Fähigkeiten und meiner Persönlichkeit zur Freude und zum Segen für mich und für die gesamte Umgebung.
Ich spüre die warme Liebe, in welche diese Wünsche eingebettet sind.
Das sind auch meine wahren Wünsche, Sehnsüchte und Ziele in meinem Leben, daher fällt es mir nicht schwer, mich mit ihnen vollständig zu identifizieren.
Mein Gefühl und Verstand, mein Wollen und Tun sind da, um diese Wünsche, entsprechend meiner einzigartigen Fähigkeiten und Talente, Wirklichkeit werden zu lassen. Das ist das höchste Ziel meines Lebens - der eigentliche Zweck meiner Kreativität.
Verbunden mit der göttlichen Urkraft dieser Wünsche, seiner Weisheit und Wertsetzung, haben mein Gefühl, mein Verstand und mein Wille eine klare, zielorientierte Ausrichtung und agieren ab jetzt in wunderbarer Einheit.
Die Klarheit meines Verstandes wird ergänzt und begleitet von meinem
Gefühl und von meinem Willen, die in mein Denken und Planen das Schöne
und das Gute einbringen.
Ich lasse nun diesen Auftrag in meinem Gefühl, Verstand und Willen wirken und erlebe, wie er in mir Fuß faßt.
Gefühl, Verstand und Wille ziehen sich von allen anderen Aufgaben und Beschäftigungen zurück und sammeln sich.
Die Lasten und Sorgen des Alltags verblassen und Gefühl, Verstand und Wille werden frei, sich dem Auftrag aus meiner Sinngebungsebene voll zu widmen.
Sie erahnen den Wert des Auftrages und identifizieren sich vollständig mit ihm.
Mein gesamtes kreatives Potential öffnet sich.
Mein Gefühl erfaßt das Schöne in diesem Auftrag, und es beginnt eine Brücke der Freude und Inspiration zu bauen, die mich bis zum Erreichen des angepeilten Zieles begleitet.
Das Licht des Verstandes leuchtet auf den Weg und läßt mich jede Einzelheit deutlich erkennen.
Der Plan für meine Vorgangsweise wird immer deutlicher und klarer.
Ich sehe den gesamten Weg bis hin zum angestrebten Ziel.
Nachdem ich den Weg zum Ziel gesehen habe, richtet sich die Strahlkraft meines Verstandes auf den unmittelbar nächsten Schritt, und nach jedem zurückgelegten Schritt wieder auf die Gesamtstrecke, um zu prüfen, ob der Schritt auch richtig gesetzt war.
Mein Wille lenkt die ethisch-moralischen Angelegenheiten aller Aktionen, denn ein gutes Ziel, muß auch auf einem ethisch-moralisch einwandfreien Weg erreicht werden. Mein Wille sucht immer das Gute in der Motivation hervorzuheben und es auf einem Weg zu erreichen, der nichts zu verbergen hat.
Mein Verstand ist bestrebt, dem Weg und dem Ziel die unerschütterliche Struktur und Standfestigkeit zu verleihen, die dem verwirklichten Ziel einen bleibenden Wert gibt, der jeder Unsicherheit trotzt.
Mein Gefühl gibt dem Schönen in der Motivation Ausdruck und macht es anziehend und bewundernswert.
Es folgt den wunderbaren Gesetzmäßigkeiten, die selbst einen schwierigen, dornigen Weg schön machen und in Freude verwandeln können.
Dadurch wird mein Leben zu einem aufregenden Abenteuer.
Ich weiß, daß ich mit dieser Ausrichtung den heutigen Tag zum glücklichsten und erfolgreichsten Tag meines bisherigen Lebens machen werde.
Jeder Tag von nun an, steht auf dem Fundament des jeweils vorangegangenen glücklichsten und erfolgreichsten Tages.
Jeder Tag ist ein Schritt, der mich meinem großen Ziel näher
bringt.
Diese kleinen Erfolgserlebnisse, die ich in der Vergangenheit oft übersehen oder als nicht beachtenswert eingestuft habe, sind wichtige Bausteine meines Vertrauens und meines Selbstbewußtseins.
Jede, auch noch so große Sache besteht aus vielen, vielen Einzelheiten.
Der Stoff, aus dem sowohl meine Vergangenheit als auch meine Zukunft gebaut sind, ist die Gegenwart. Meine Vergangenheit ist bereits erstarrte, vergangene Gegenwart, die nicht mehr zu ändern oder rückgängig zu machen ist.
Meine Zukunft wird von den vielen kleinen Schritten, die ich in der Gegenwart mache, geformt.
Durch die gute Motivation und den klaren Lebenszweck, den ich immer in mir trage, brauche ich mich vor den vielen Entscheidungen nicht zu fürchten.
Die vielen Entscheidungen sind keine Last für mich, sondern machen mir das große Vertrauen deutlich, das mein Schöpfer mir entgegenbringt.
Wenn Er an mich glaubt, darf auch ich getrost an mich glauben.
Ab jetzt ist mein Leben aufregend und schön, und der Hauch von Abenteuer ist das Gewürz, das mich den Alltag besser verdauen läßt.
Überraschungen und knifflige Situationen bringen Abwechslung und halten mich in Bewegung und in guter Kondition.
Ich weiß, wann immer ich es nötig habe, kann ich die Urkraft der tiefsten Schichten meiner Kreativität aktivieren, die schon so viele Leute in Extremsituationen gespürt haben.
Ich stürze mich nicht aus purem Übermut und Leichtsinn in diese Abenteuer, sondern ich gebrauche Gefühl, Verstand, Willen und Tun nach bestem Wissen und Gewissen.
Von heute an, suche ich in allem was ich mache, in allem womit ich mich beschäftige, in jedem Gegenüber das ich mit meinen Sinnen wahrnehmen kann und in jedem Menschen - kurz überall - nach der Motivation und dem Zweck ihres, meines und unseres Daseins.
Von meinen tiefsten Sehnsüchten leite ich ab, daß der Existenzzweck, beginnend von der mathematischen Formel über die Gesetze der Chemie und der Physik, bis hin zu den Pflanzen, Tieren und Menschen, ja selbst in der Familie, der Gesellschaft und der Menschheit, die endlose Vermehrung von Liebe, Freude und Wert ist.
Von dieser Motivation gelenkt, werde ich ab heute mein Leben führen
und jeder Tag, bringt mich diesem Ziel ein Stück näher.