Love, Sex und so… ein Schlag ins Gesicht der Eltern, der Jugendlichen, unserer Gesellschaft und der Würde des Menschen
http://www.bmsg.gv.at/bmsg/relaunch/jugend/downloads/love-Sex-und-so2.pdf


Dass der Inhalt dieser Broschüre allgemeine Empörung hervorruft ist ein Zeichen aus der Gesellschaft, auf das wir Stolz sein dürfen.

Johannes Stampf

A. Bemerkungen zu Aussagen im Vorwort des Jugendministers Herbert Haupt

1…die Broschüre soll helfen, Verantwortung für das eigene Leben, das Leben der Freundin/Freundes und gegenüber werdendem Leben wahrzunehmen..
Aus der Sicht verantwortungsvoller Eltern ist die Abhandlung des Themas „Verantwortung“ in dieser Broschüre gelinde gesagt ein Hohn, da sie über die Verantwortung das Kondom richtig anzulegen, rechtzeitig zur Pille zu greifen und nur ja „ohne Panik“ Notmaßnahmen wie beispielsweise eine Abtreibung einzuleiten kaum hinausgeht.

2. ..Gespräche mit Freundinnen, Freuden, aber auch mit den eigenen Eltern, mit denen es sich oft leichter reden lässt, als ihr zunächst vermutet…
Schön, dass die Eltern wenigstens im Vorwort eingebunden werden – leider erst nach Freund und Freundin. Auf Seite 43 dürfen sie dann den Kindern gegenüber begründen warum sie sich gegen die Gesetze stellen wollen und danach findet man die Eltern erst wieder, wenn sie beim Schwangerschaftsabbruch helfen dürfen (S. 70).

3. ..Bei ganz speziellen Problemen oder wenn ihr mit niemandem über eure Fragen reden könnt, solltet ihr Rat und Hilfe bei Expertinnen und Experten suchen...
Sicherlich suchen auch Jugendliche Rat und Hilfe, aber hier scheint es, dass Experten Opfer suchen, die auf die Schienen einer gewissenlosen und familienfeindlichen Lebenshaltung gestellt werden sollen. Verantwortungsbewusste Eltern empfinden das Aufdrängen dieser Broschüre zur Recht als massive Einmischung von außen. Es stellt sich darüber hinaus die Frage, ob die genannten Experten und Beratungsstellen die „speziellen Probleme“ - nämlich die verheerenden Auswirkungen des hier beworbenen Sexualverhaltens auf das Innenleben der Betroffenen, der Familie, unserer Gesellschaft und der Menschheit insgesamt - überhaupt wahrnehmen, geschweige denn bei deren Lösung behilflich sein können.

4. ...(die) Broschüre soll Hilfestellung beim Erwachsenwerden geben
Frage: Wie in aller Welt soll man mit dieser Hilfestellung ein verantwortungsvoller Erwachsener werden?
 
 

B. Zum Inhalt der Broschüre

Die Broschüre gliedert sich in die fünf Hauptteile;

I.     Basics - Was ist mit all den„Basics“, die bewusst verschwiegen wurden? Was ist mit der Seele, dem Geist, der inneren Harmonie und dem Wohlbefinden des Menschen?
Dieser Abschnitt der Broschüre ist eine perfekte Anleitung zur gierigen und verantwortungslosen Lusterfüllung, zur nachhaltigen Zerstörung der Liebesschule „Familie“ und zu einer rein egoistischen Definition einer Beziehungskultur (was in sich ein Widerspruch ist). Diese Basics zielen darauf ab aus der Beziehungskultur eine Wegwerfkultur zu machen und dienen somit zur Verhinderung der Harmonie und des Friedens in einem selbst, in der Ehegemeinschaft, in der Familie und darüber hinausgehend in der Gesellschaft und unter den Völkern und Nationen.

II.     Scharf auf dich - Kann man in einer verantwortungsvollen Expertenaufklärung Liebe und Sex auf den Slogan reduzieren: Scharf auf Dich?
In diesem Abschnitt ist der Mensch nur noch als ein Stück Fleisch definiert, das mit der Würze eines scharfroten Paprikas (S.31) köstlich zubereitet wird, um genussvoll und gierig verschlungen zu werden? Die hier verbreitete Ideologie ist die Krönung der Verachtung der Menschenwürde und der Vertrauensbasis, ohne die keine Beziehung gefestigt werden kann, sowie eine öffentliche Verhöhnung der Familie.

III.     Keep cool - Dieses Büchlein enthält eine äußerst „zielgerichtete“ Aufklärung, in der die im ersten Teil vertretene Lebensweise den im zweiten Teil beschriebenen Notfall bereits vorprogrammiert. Das vorherrschende Leitbild ist: Aber wir sind ja cool und gescheit sind wir auch, wir werden die Natur mit Kondom, Pille, Schaumzäpfchen und Co schon austricksen. Wäre doch gelacht. Wir werden uns doch in unserer Lustgier nicht von der Natur einen Riegel vorschieben lassen. Wo kommen wir den da hin? Den Autorinnen und Autoren zur geschätzten Kenntnisnahme: Auf diesen Ratschlag, auch wenn er von Experten kommt, verzichten verantwortungsvolle Eltern sehr gerne. Man warnt vor Schädigungen gegen den Leib, aber was ist mit dem seelischen Schmerz? Was ist mit dem zermürbenden Gefühl des Weggeworfen-werdens, wenn einer der Partner eine Beziehung, in die sich beide hingebungsvoll investiert haben, einseitig beendet und den anderen einfach fallen lässt? Was ist mit den enttäuschten Liebeshoffnungen und –erwartungen; soll hier das Vertrauen in eine dauerhafte und haltbare Partnerschaft überhaupt abgeschafft und der Einfachheit halber durch Lebensabschnittsbeziehungen ersetzt werden, deren Dauer nur noch vom Egoismus bestimmt wird? Und was ist mit den Gewissensbissen oder dem inneren Unwohlsein, vor, während oder nach einer Abtreibung? Das alles wird hier nicht behandelt, weil es, geht es nach den Autoren, bei einer Abtreibung oder einer Liebesenttäuschung ein schlechtes Gewissen oder ein inneres Unwohlsein offenbar gar nicht geben sollte. Was ist mit dem Leid eines auf Kosten egoistischer Lusterfüllung bereits in der frühen Jugend zerrütteten Liebes- und Familienlebens betroffener Personen? Ist all das nur eine vorübergehende Einbildung und weiter gar nicht der Rede wert?

IV.     Keine Panik - Im letzten Kapitel wird unseren Jugendlichen klar zu machen versucht, dass ungewollte Schwangerschaft, AIDS und andere STD’s (sexual transmitted deseases – sexuell übertragbare Krankheiten) heute eigentlich kein ernstes Problem darstellen, da wir ja eine fortschrittliche Medizin haben. Welch eine fatale Irreführung, wenn man bedenkt, dass es weltweit 5 Mal so viele AIDS-Kranke gibt als Österreich Einwohner hat, und dass allein in Österreich Tag für Tag eine weitere Person dazu kommt - weltweit sind es 10 Personen pro Minute.

V.     Hilfe - Die angebotene Hilfe ist keine Hilfe, sondern eine massive ideologische Botschaft, die nur bestärkt was der Inhalt der Broschüre in aufbereiteter Form bereits aussagt.

Und die Rolle der Eltern?

Glauben die Verfasser allen Ernstes, dass die Eltern diese Broschüre als willkommene Unterstützung bei ihrer Aufklärungsarbeit sehen? Genau genommen hätten sie sich von den Eltern bereits vor der Entstehung und Verbreitung dieser mit Steuergeldern finanzierten Broschüre eine Erlaubnis einholen und die Zusammenarbeit mit ihnen suchen müssen. Ich darf auf folgendes aufmerksam machen: Die Verfasser und Verbreiter arbeiten hier immerhin mit Jugendlichen, die als Kinder die Früchte der Liebe ihrer Eltern sind. Kinder sind das Kostbarste was es auf Gottes Erdboden gibt und jemals geben wird. Kinder sind diejenigen, die aus der Liebe und der Sexualität ihrer Eltern entstanden sind und die über Liebe und Sexualität das Leben in die nächsten Generationen tragen. Hat sich die Wegwerfgesellschaft schon so sehr in unseren Köpfen festgesetzt, dass wir nun auch das Liebesleben unserer Nachkommen auf den Müll werfen, indem wir es zum Ausleben sexueller Lust degradieren?

Aufklärung gehört in den Rahmen einer Liebes- und Friedenserziehung

Die Schule der Liebeserziehung ist und bleibt die Familie. Dort lernt ein Neugeborenes die Liebe kennen, übt sie später mit seinen Geschwistern, lernt den Umgang mit der aufkommenden Sexualität, findet zur ehelichen Liebe, deren Frucht wie gesagt das wunderbarste und kostbarste ist was es geben kann - eigene Kinder -, verwirklicht in der selbstlosen Beziehung zu den eigenen Kindern die Elternliebe und steigt dadurch im Reifungsprozess der Liebe einen Schritt höher. Wird dieser Kreislauf von den Kindern wiederholt, so erhalten die Eltern das schönste aller Geschenke: Sie werden von ihren Kindern zu stolzen Großeltern gemacht und bereichern als solche mit ihrer Großelternliebe die Familien ihrer Kinder und Kindeskinder.

In diesem Rahmen sollte Sexualerziehung stattfinden und das zu unterstützen sollten Experten bedacht sein. Nur auf dieser Basis wird Sexualerziehung zur Friedenserziehung, die zu Harmonie und Wohlbefinden im einzelnen, in der Ehegemeinschaft, in der Familie, in unserer Gesellschaft und letztlich unter den Menschen auf Erden führt.

Gemessen an diesem Standard ist der Inhalt der Broschüre nicht nur nicht das Papier wert, auf dem er gedruckt ist, er ist vielmehr ein Schlag ins Gesicht der Eltern, der Jugendlichen, unserer Gesellschaft und der Würde des Menschen.
 
 

Aufklärung ist Elternsache
Zusammenfassung und Alternative

1. Aufklärung ist Elternsache
Da Kinder die Früchte der Liebe ihrer Eltern sind und Aufklärung nur im Rahmen einer Liebeserziehung Sinn macht, ist Aufklärung Elternsache.

2. Die Schule der Liebeserziehung ist und bleibt die Familie.
Im Nest der elterlichen Liebe lernt ein Neugeborenes die Liebe kennen, übt sie später mit seinen Geschwistern, lernt den Umgang mit der aufkommenden Sexualität, findet zur ehelichen Liebe, deren Frucht das wunderbarste und kostbarste ist was es geben kann - eigene Kinder -, verwirklicht in der selbstlosen Beziehung zu den eigenen Kindern die Elternliebe und steigt dadurch im Reifungsprozess der Liebe einen Schritt höher. Wird dieser Kreislauf von den Kindern wiederholt, so erhalten die Eltern das schönste aller Geschenke: Sie werden von ihren Kindern zu stolzen Großeltern gemacht und bereichern als solche mit ihrer Großelternliebe die Familien ihrer Kinder und Kindeskinder.

3. Liebeskultur ist eine Beziehungskultur und nicht eine Wegwerfkultur
Die Beziehungskultur in der Liebeserziehung braucht einen stabilen und geschützten Rahmen, innerhalb dessen sie sich in Form der Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern, der Geschwister untereinander, der Stabilität der ehelichen Beziehung und der Beziehung der Eltern zu ihren Kindern entfalten kann. Auf dieser Basis  wachsen geistig und physisch harmonische, ausgeglichene und gesunde Menschen heran, die fähig sind, ihre Mitmenschen und die Natur zu lieben und zu achten. Die Wurzeln einer harmonischen Beziehungskultur liegen in einer harmonischen Familie. Freier Sex, wie er den Jugendlichen in der Broschüre des Sozialministeriums förmlich aufgedrängt wird, degradiert Liebespartner zu Sexualpartnern und macht sie in einem weiteren Schritt zum Wegwerfprodukt. Die Broschüre ist eine vom Jugendministerium abgesegnete Anleitung zur ausbeuterischen Zerstörung von stabilen und verlässlichen Liebesbeziehungen und Liebespartnern.

4. Welchen Platz nimmt die Sexualität in der Beziehungsstruktur der Familie ein?
Die Beziehungsstruktur innerhalb der Familie wird von vier Grundarten von Liebesbeziehungen geprägt: die Kindesliebe, die Geschwisterliebe, die eheliche Partnerliebe und die Elternliebe. In der Liebesbeziehung eines Kindes zu seinen Eltern ist eine sexuelle Beziehung etwas widernatürliches, auch in der Liebesbeziehung der Geschwister untereinander hat eine sexuelle Beziehung keinen Platz und natürlich auch nicht in der Liebesbeziehung der Eltern zu ihren Kindern. Sexualpartnerschaften in diesen drei Beziehungen sind Inzest (Blutschande) und führen zu markanten und nachhaltigen Schäden. Die sexuelle Liebe bildet jedoch einen wesentlichen und charakterbildenden Teil der ehelichen Partnerbeziehung. Dort ist ihr natürlicher Platz. Daraus ergibt sich ein ganz natürliches Ziel und somit auch eine klare Ausrichtung für die Sexualaufklärung. Aufklärung muss auf eine stabile eheliche Liebesbeziehung gerichtet sein. Ist sie das nicht, so trägt sie zur Zerstörung der Beziehungsstruktur in der Familie bei und kann in der Gesellschaft großen Schaden anrichten.

5. Experten unterstützen die Liebeserziehung am besten indem sie die Eltern aufklären und die Familien schützen und unterstützen
Liebeserziehung, und Aufklärung ist ein wesentlicher Teil davon, ist nicht primär Expertensache und auch nicht Sache eines auf Zeit bestellten Bundesministers, sie ist vielmehr Eltern- und Familiensache. Experten können und sollen den Eltern helfen und die Familie stärken, da aber die Kinder die Liebesfrucht ihrer Eltern sind, sind die Eltern für deren Liebeserziehung zuständig. Kinder werden immer Kinder ihrer Eltern aber niemals Kinder außenstehender Experten sein. Wenn die Experten und das Bundesministerium die „soziale Sicherheit“ fördern möchten, dann sollten sie daran arbeiten die Stabilität der ehelichen Beziehungen zu fördern, denn mit ihnen steht und fällt die Familie und somit die Schule der Liebe. Mit den Inhalten dieser Broschüre arbeiten sie genau in die entgegengesetzte Richtung. Sie treiben einen Keil zwischen Eltern und Kinder und leisten einen Beitrag zur Zerstörung der ehelichen Beziehung und der Familie, und das „Ministerium für soziale Sicherheit“ betätigt sich als „Förderer der sozialen Unsicherheit und der nachhaltigen Zerstörung des Innenlebens unserer Jugend“.

6. Es gibt keine Friedenserziehung ohne Liebeserziehung
Die Grundvoraussetzung für eine Friedenserziehung ist und bleibt die Liebeserziehung: Wie soll es einen Frieden ohne Liebe geben und wo soll man die Liebe lernen, wenn nicht in der Familie? Eine Aufklärung, die, wie das in der Broschüre des Jugendministeriums der Fall ist, aus diesem Rahmen gerissen wird, ist der falsche Weg. Sie fördert die Familie nicht – sie zerstört sie; sie fördert die Friedensbildung nicht – sie verhindert sie - wenn man die Folgeschäden einbezieht sogar sehr nachhaltig.

Weitere Literatur zum Thema unter:  www.ettl.co.at/uc/josta/Sexualitaet/Inhalt.html