Gedanken zum Welt-AIDS-Tag 2003

Zeit über eine dauerhafte Beziehungskultur zu reden!

Johannes Stampf

Weltaidstag 2003, 2002, 2000, 1988…...
Es ist immer dasselbe: Die Welt bejammert die rasante Ausbreitung von AIDS und sammelt Gelder zur AIDS-Bekämpfung – meist mittels groß angelegter Benefizveranstaltungen, in denen der „Freie Sex“ regelrecht gefeiert wird. Der Widerspruch könnte größer nicht sein. Ist nicht neben Drogenkonsum und anderen der „Freie Sex“ der weitaus „erfolgreichste“ Aids-Verbreiter? Um es auf den Punkt zu bringen: Man sammelt Geldmittel für die Bekämpfung von AIDS, indem man den Hauptförderer der Aids-Ausbreitung – nämlich den Freien Sex – hochjubelt. Alle teuren Anti-AIDS Unternehmungen wie groß angelegte Aufklärung über Verhütung, Verteilung von Kondomen und, und, und, versagen kläglich und das seit Jahren und Jahrzehnten, aber niemand will es wahrhaben. Die Grundaussage von Hans Christian Andersons Märchen: „Des Kaisers neue Kleider“ hat in diesem Punkt Hochkonjunktur.

Besonders unserer Jugend wird vorgegaukelt, dass freier Sex frei macht und sicherer Sex sicher ist. Wie aber sehen die ganz natürlichen Folgen der „Freiheiten“ und „Sicherheiten“ des Freien Sex tatsächlich aus? Anlässlich des Welt-AIDS Tages werden Zahlen bekannt. Ich möchte diese hier nicht wiederholen, aber erschreckend ist es schon, wenn man erfährt wie viele schwangere Mädchen im zarten Alter von 14-16 Hilfe zur Abtreibung suchen.

Wenn man dann hört, dass jährlich weltweit ca. 46 Mio. Kinder abgetrieben werden, (nur so zum Vergleich: im 2. Weltkrieg starben - den fürchterlichen Holocaust eingerechnet - in 6 Jahren 55 Millionen Menschen), so sieht man, dass AIDS auch andere fürchterliche Geschwister hat, die von den gleichen Eltern stammen, nämlich vom freien, dh. verantwortungslosen oder verniedlichender ausgedrückt vom zukunftsblinden Sex.

Woran „bindet“ uns der freie Sex? Mit seinen unausbleiblichen Folgen bindet er uns an eine Zukunftsperspektive, die fürchterlicher nicht sein kann: Beispielsweise „hinterlässt“ jedes der 46 Millionen abgetriebenen Babys eine Frau, die sich auf den Weg zur Mutterschaft begeben hat, deren Erfüllung und Ziel sie aber niemals erleben wird. So verroht und abgebrüht kann eine Gesellschaft gar nicht sein, dass sie solches einfach wegzustecken vermag.

Was sollte dann anlässlich eines Welt-AIDS Tages gefeiert werden?

Es sollte der verantwortungsvolle Sex gefeiert werden; der Sex der frei macht und eine glückliche und freudenspendende Zukunft öffnet. Der Sex, dessen natürliche Folgen nicht AIDS, STD’s, gebrochene Herzen, abgetriebene Kinder, zerbrochene Familien…. sind. Es sollte eine Sexualkultur propagiert werden, die die eheliche Partnerschaft auf natürliche Weise immer neu belebt und schließlich mit dem schönsten belohnt, was es für einen Menschen nur geben kann – eigenen Kindern. Eine Sexualkultur, die in einer harmonischen Familie ihren festen Platz hat nämlich als Generator für die ständige Neubelebung und Vertiefung der ehelichen Partnerschaft. Eine Sexualkultur, die die Elternachse, um die sich alle Beziehungen in der „Liebesschule Familie“ drehen, stärkt und festigt. Aber heute ist noch die „Wegwerfgesellschaft“ am Zug. Alles wird weggeworfen, von der Bierdose über den Liebespartner bis zum werdenden Menschenleben. Wir rühmen uns „fortschrittlich“ zu sein und „nach vorne“ zu blicken und wollen dabei kaum wahrhaben, wie sehr wir nach dem Motto „Hinter mir die Sintflut“ leben. Was hinterlässt die Kultur des freien Sex außer gebrochene Herzen, abgetriebene Kinder, auf egoistische, kurzzeitige Lust angelegte Liebebeziehungen, Kinder, die bei einem Elternteil alleine aufwachsen müssen, Elternteile, die ihre Beziehung zu ihren eigenen Kindern auf eine Besuchsbasis stellen müssen, Großeltern, die ihre leiblichen Enkelkinder nicht einmal besuchen, geschweige denn eine Beziehung zu ihnen aufbauen dürfen. Wir versuchen krampfhaft AIDS mit Spendengeldern und einer Milliarden verschluckenden Aufklärung zugunsten des freien Sex in den Griff zu bekommen. Kann das überhaupt funktionieren?

Es ist Zeit über die eigene Nasenspitze hinaus zu blicken und ein umfassendes Bild von der „gesamten Realität“ der Kultur des Freien Sex mit all seinen Triebfedern und Folgen zu zeichnen. Es ist Zeit, wie anderswo auch, die Verantwortungskomponente, die immer ein Wesensmerkmal einer Qualifikation und eines qualifizierten Umganges ist und war, auch in unserer Sexualkultur in den Vordergrund zu stellen. Es ist Zeit dem Sex den Platz zu geben der ihm zusteht, nämlich innerhalb der Ehegemeinschaft reifer und verantwortungsvoller Partner, die sich auf eigene Kinder freuen, weil sie buchstäblich die Frucht ihrer Liebe sind, , denn diese ermöglichen ihnen erst Eltern zu werden und ihr elterliches Herz zu entwickeln.

Es wird sich herausstellen, dass dies der beste und letztlich der einzige Weg ist AIDS, STD’s, Abtreibung, Familienzerstörung, Drogensucht, Einsamkeit abgeschobener Kinder und alter Menschen, Eifersucht und eine ganze Reihe von friedenzerstörenden Gesellschaftsfaktoren in den Griff zu bekommen.